Für alle außer den am niedrigsten bewerteten bundesstaatlichen und lokalen Regierungen ist der Kauf einer Anleiheversicherung ein schlechtes Geschäft

Staatliche und lokale Regierungen zahlten zwischen 1995 und 2008 Versicherungsprämien in Höhe von mehr als 17 Milliarden US-Dollar für ihre Anleihen. Die Versicherung einer Anleihe sollte die Anleger der Anleihe vor Zahlungsausfällen schützen und die Zinskosten für die kreditnehmenden Gemeinden senken. Aber nachdem viele Anleihenversicherer während der Finanzkrise zusammengebrochen waren, wurden die Vorteile der Anleihenversicherung für staatliche und lokale Steuerzahler viel weniger klar.



In einem auf der Municipal Finance Conference 2019 in Brookings präsentierten Papier stellen Kimberly Cornaggia und Giang Nguyen von der Pennsylvania State University und John Hund von der University of Georgia fest, dass heute nur noch eine Handvoll bundesstaatlicher und lokaler Regierungen von der Versicherung ihrer Anleihen profitieren. Die Autoren untersuchten eine Stichprobe von über 700.000 Kommunalanleihen, die in den letzten 30 Jahren emittiert wurden. Sie stellen fest, dass Anleihenversicherer vor der Finanzkrise tendenziell eine hohe Kreditwürdigkeit hatten, sodass der Kauf von Versicherungen für Muni-Bonds für staatliche und lokale Regierungen aller Kreditwürdigkeiten eine gute Möglichkeit war, die Zinskosten für ihre Schulden zu senken. In diesem Zeitraum sparten die Kommunalverwaltungen etwa 0,1 Prozentpunkte an Kreditkosten, indem sie die Anleihen versicherten.

Als die Kreditwürdigkeit der Anleihenversicherer während der Krise herabgestuft wurde, begannen Anleger jedoch, Versicherungen als weniger wertvoll einzustufen. Nach der Krise führte die Versicherung nur bei den Staaten und Gemeinden mit den niedrigsten Kreditratings zu niedrigeren Kreditkosten. Die Autoren zeigen, dass Versicherungen nur dann effektiv die Zinskosten senken können, wenn die Kreditwürdigkeit des Versicherers höher ist als die des kreditnehmenden Staates; Nach der Finanzkrise verfügten nur noch wenige Versicherer über eine so hohe oder bessere Bonität als die von ihnen versicherten Gemeinden.





Dennoch zahlen viele Kommunen auch heute noch Versicherungsprämien. Es gibt keine klare Erklärung, warum Regierungen mit gutem Rating dies tun, und die Autoren sagen, dass dadurch Gemeinden mit niedrigerem Rating subventioniert werden, die von der Versicherung profitieren. Die Autoren sagen, dass ihre Ergebnisse darauf hindeuten, dass eine Abkehr von der Rentenversicherung zu erheblichen Einsparungen für staatliche und lokale Steuerzahler führen könnte.

Neben der Senkung der Fremdkapitalkosten für Kommunen soll die Rentenversicherung den Kauf und Handel von Anleihen für Anleger günstiger machen. Cornaggia und Co-Autoren zeigen jedoch, dass die Transaktionskosten für versicherte Kommunalobligationen im Vergleich zu unversicherten Anleihen tendenziell gleich oder sogar höher sind. Dieses Ergebnis weist auf einen anderen Weg hin, auf dem Anleihenversicherungen keine Leistungen erbringen.



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