Geschäfte in Afrika machen: Meine Erfahrung

Als Unternehmer habe ich Afrika von Kapstadt, Südafrika, bis Kairo, Ägypten, durchquert, um das riesige Potenzial zu erkunden, das oft auf dem gesamten Kontinent verborgen ist.



Das Geschäftspotenzial des Kontinents ist in verschiedenen Sektoren, darunter Energie, Infrastruktur, Landwirtschaft, natürliche Ressourcen sowie Information und Kommunikation, enorm und bietet Chancen für Unternehmer. Mit etwa 65 Prozent des weltweit unbebauten Ackerlandes hat Afrika beispielsweise das Potenzial, seine eigene Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen und ein wichtiger Lieferant auf den globalen Nahrungsmittelmärkten zu sein. Ebenso verfügt der Kontinent über die weltweit größten Reserven an Vanadium, Diamanten, Mangan, Phosphat, Platingruppenmetallen, Kobalt, Gold, Aluminium und Chrom, die Unternehmern im Bergbausektor Chancen bieten.

Afrika stellt viele Herausforderungen an die Geschäftstätigkeit, aber für diejenigen, die bereit sind, die Komplexität der Region zu erlernen und zu verstehen, gibt es enorme Wachstums- und Erfolgschancen. Während zum Beispiel infrastrukturelle Defizite für viele eine verzweifelte Herausforderung darstellen, bin ich von Chancen inspiriert und von Herausforderungen nicht entmutigt. Die jährlichen Investitionen in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar in Strom und Energie, die in Afrika benötigt werden, mögen wie eine halbleere, riskante Situation erscheinen, aber ich sehe ein Glas halbvoller Möglichkeiten, ungedeckte Bedürfnisse zu decken. In ähnlicher Weise deutet die aus allen Nähten platzende Energie der Jugend auf eine binäre Handlung zum Guten oder zum Bösen hin. In ersterem sehe ich einen Hoffnungsschimmer.





Die Risikowahrnehmung übersteigt oft das reale Risiko und das Geschäftsumfeld verbessert sich in mehreren Ländern rapide. Die echte Chance basiert darauf, wie Sie das Risiko als halb volles oder halb leeres Glas wahrnehmen. Das Verständnis des lokalen Kontexts wird dazu beitragen, das tatsächliche und das wahrgenommene Risiko besser neu auszurichten. Es gibt auch Fortschritte bei Reformen zur Verbesserung des Geschäftsumfelds mit Ländern wie Mauritius, Ruanda, Botswana, Nigeria, Südafrika und Kenia, die alle die Geschäftstätigkeit durch förderliche Rahmenbedingungen und Anreize erleichtern.

Mauritius belegt jetzt den 25. Platz in der Doing Business-Rangliste im Vergleich zu seinem früheren 49. Platz und bleibt die am höchsten bewertete Wirtschaft in Subsahara-Afrika. Ruanda rangiert auf Platz 41, Kenia auf Platz 80, Botswana auf Platz 81 und Südafrika auf Platz 82. Nach Angaben der Weltbank gehört Ruanda in den Doing-Business-Bereichen Registrierung von Eigentum (Platz 2) und Kreditbeschaffung (Platz 6) weltweit zu den Besten. Bei der Registrierung von Immobilien verfügt Ruanda über ein effizientes Grundbuch, in dem die Übertragung von Immobilien sieben Tage dauert und nur 0,1 Prozent des Immobilienwertes kostet, genau wie in Neuseeland. Mauritius hat in zwei Doing-Business-Bereichen eine der am wenigsten schwerfälligen Geschäftsvorschriften: den Umgang mit Baugenehmigungen (Platz 9) und die Zahlung von Steuern (Platz 10).



Allerdings müssen politische Unsicherheit und regulatorische Inkonsistenz Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Regierungsführung weichen, unterstützt durch den politischen Willen, die regionale Integration und Rückwärtsintegration sicherzustellen und zu fördern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Afrika der Welt derzeit das größte Geschäft bietet und der Kontinent offen für Geschäfte ist, aber die Denkweise von Unternehmern und Unternehmen ist wichtig, um Chancen zu erkennen und zu ergreifen. Es ist an der Zeit, die Linse, durch die wir den Kontinent sehen, neu zu fokussieren.

Abbildung 5.5 Größte Geschäftshemmnisse für kleine und mittlere Unternehmen in Subsahara-Afrika