Gibt es einen Kulturkrieg?

Nach einem erbitterten Präsidentschaftswahlkampf und angesichts zahlreicher spaltender politischer Fragen fragen sich viele Amerikaner, ob ihr Land in zwei Teile gespalten ist. Bei strittigen Themen wie der Invasion des Irak, der Homo-Ehe, der Stammzellforschung und dem Recht auf Sterben entscheiden sich die Menschen leidenschaftlich für eine Seite, und der Kampf um die Abtreibung geht unvermindert weiter. Soziale und politische Spaltungen faszinieren die Medien: Wir hören von Roten Staaten gegen Blaue Staaten und von der religiösen Rechten gegen das säkulare Amerika; Fox News und Air America; NASCAR-Väter und Fußball-Mütter. Ist Amerika tatsächlich so klar gespalten? Gibt es noch eine gemäßigte Mitte? Ist der nationale Stoff ausgefranst? Soweit diese Spaltungen existieren, sind sie nur die gesunden und unvermeidlichen Produkte einer vielfältigen, demokratischen Nation? In Gibt es einen Kulturkrieg? zwei der führenden amerikanischen Autoritäten für politische Kultur führen eine provokative und nachdenkliche Untersuchung dieser Frage und ihrer Auswirkungen an. James Davison Hunter und Alan Wolfe diskutieren diese Fragen mit Schwung, Einsicht und einem tiefen Wissen, das in jahrelangem Studium und Reflexion verwurzelt ist. Lange bevor sich die meisten Gelehrten und Experten mit dem Thema befassten, identifizierten Hunter und Wolfe die Bruchlinien in der Debatte. Hunters Buch Culture Wars aus dem Jahr 1992 brachte den Begriff in die populäre Zirkulation und argumentierte, dass Amerika sich inmitten eines Kulturkrieges über unsere grundlegendsten und geschätzten Annahmen über die Ordnung unseres Lebens befände. Sechs Jahre später stellte Wolfe in One Nation After All die Idee eines Kulturkriegs in Frage und argumentierte, dass die Mehrheit der Amerikaner einen Mittelweg suche, eine Mischung aus Tradition und Moderne. Zum ersten Mal treten diese beiden angesehenen Gelehrten in einen Dialog ein, um ihre Differenzen zu klären, ihre Argumente zu aktualisieren und nach der Wahrheit über den kulturellen Zustand Amerikas zu suchen.



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Buchdetails

  • 118 Seiten
  • Brookings Institution Press, 18. Oktober 2006
  • ISBN des Taschenbuchs: 9780815795155
  • E-Book-ISBN: 9780815795186

Über die Autoren

James Davison Hunter

James Davison Hunter ist William R. Kenan Professor für Soziologie und Religionswissenschaft an der University of Virginia, wo er auch geschäftsführender Direktor des Institute for Advanced Studies in Culture ist. Zu seinen mehreren Büchern gehört The Death of Character: On Moral Education of America's Children (Basic Books, 2000).

Alan Wolfe

Alan Wolfe ist Professor für Politikwissenschaft am Boston College, wo er das Boisi Center for Religion and American Public Life leitet. Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt Return to Greatness: How America Lost Its Sense of Purpose and What It Needs to Do to Recover It (Princeton, 2005).
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