Nachrichtenzusammenfassung: Mehr Sterne, eine Exoplanetenatmosphäre und seltsame Bakterien

Standort Königliches Observatorium

07. Dez. 2010

Drei neuere Entdeckungen mit Auswirkungen auf die Suche nach anderen erdähnlichen Planeten und nach Leben im Universum.

Rote Zwerge erhöhen die Wahrscheinlichkeit anderer Erden

Das Universum enthält möglicherweise dreimal mehr Sterne als bisher angenommen. Neue Beobachtungen mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii zeigten, dass Galaxien, die älter als unsere sind, 20-mal so viele Rote Zwerge enthalten können, die älter und weniger hell sind als die Sonne.



was sich zuerst in unserem Sonnensystem gebildet hat

Dies erhöht auch die geschätzte Anzahl von Planeten im Universum und damit die Wahrscheinlichkeit anderer „erdähnlicher“ Welten erheblich. Rote Zwerge sind in der Regel mindestens 10 Milliarden Jahre alt, sodass sich auf Planeten in ihrem System viel Zeit für komplexes Leben entwickeln kann.

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Die von einem Team der Yale University geleitete Entdeckung reduziert auch die Menge an „dunkler Materie“, die benötigt wird, um die „fehlende Masse“ des Universums zu erklären.

Erster bekannter Atmosphärenrund um den Exoplaneten 'Super-Earth' gemessen

Wissenschaftlern des Harvard-Smithsonian University Center for Astrophysics ist es erstmals gelungen, die Atmosphäre eines Exoplaneten 'Super-Erde' zu vermessen. Der Planet - GJ1214b - ist 40 Lichtjahre entfernt, etwa dreimal so groß wie die Erde und siebenmal so groß wie die Masse und ist der erste seiner Art, um den herum eine Atmosphäre entdeckt wurde. Messungen mit der „Transitmethode“ scheinen zu zeigen, dass es keine Wasserstoff- oder Heliumatmosphäre hat, aber es sind weitere Arbeiten erforderlich, um festzustellen, ob es eine dünnere und dampfigere Atmosphäre oder eine dickere, wolkigere Atmosphäre hat.

Siehe verwandten Beitrag Neuer Exoplanet könnte bewohnbar sein (1. Oktober 2010)

„Extremophile“ Bakterien zerstören die Form fürs Leben

Bisher ging man davon aus, dass alles Leben auf der Erde die sechs Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel und Phosphor enthalten muss. Aber ein Team der Arizona State University und der NASA haben in einem kalifornischen See ein Bakterium gefunden, das Phosphor durch das normalerweise giftige Element Arsen ersetzen kann.

Die Entdeckung eines separaten „Baums des Lebens“ hätte große Auswirkungen auf die Jagd nach außerirdischem Leben im Universum. Die Forscher fanden jedoch heraus, dass das Bakterium immer noch am besten in einer Phosphorumgebung gedeiht, was bedeutet, dass es sich wahrscheinlich eher um einen ungewöhnlichen Zweig des bekannten Lebensbaums als um einen ganz anderen handelt.

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