Anderswelten: Visionen unseres Sonnensystems

Neue Ausstellung im Naturkundemuseum



14. Januar 2016

Wir sind nicht die einzigen, die sich darauf vorbereiten, noch mehr atemberaubende Bilder des Weltraums zu betrachten. Einträge für Insight Astronomy Photographer of the Year 2016 werden nächsten Monat geöffnet, aber zuerst spricht Poppy Cooper vom Natural History Museum über ihre Anderswelten-Ausstellung.





Anderswelten, unsereAusstellung der Weltraumfotografie des Künstlers Michael Benson – wird am 22. Januar 2016 im Natural History Museum eröffnet. Poppy Cooper, Interpretationsentwicklerin der Ausstellung, untersucht, wie die Weltraumfotografie das Beste aus Kunst und Wissenschaft hervorbringt. Europa, ein eisbedeckter MondVor dem Weltraumzeitalter war unser Verständnis außerirdischer Landschaften und geologischer Prozesse eher Science-Fiction als Fakten. Seit den späten 1950er Jahren haben Hunderte von Roboter-Raumschiffen, die in den Weltraum geschossen wurden, Daten zur Erde zurückgesendet – Daten, die zeigen, dass wissenschaftliche Tatsachen weitaus erstaunlicher sind als Fiktionen. Wir wissen heute, dass das Sonnensystem nur eines von vielen Planetensystemen in unserer Galaxie ist. Wir wissen, dass die Planeten und Monde unseres Sonnensystems Vulkane von der Größe Großbritanniens, riesige unterirdische Ozeane, die größer als alles auf der Erde sind, und heftige Stürme enthalten, die unseren Planeten in den Schatten stellen würden. Vieles davon ist den Bildern dieser Leichen zu verdanken, die von Weltraummissionen zurückgebracht wurden.

Himmlisch

Anderswelten: Visionen unseres Sonnensystems, eine Zusammenarbeit zwischen dem Natural History Museum und dem Künstler Michael Benson, ist eine spannende Kunstausstellung, die die dauerhafte und lebendige Beziehung zwischen Wissenschaft und Kunst veranschaulicht. Die 77 hochauflösenden Bilder zeigen ab dem 22. Januar 2016 nicht nur die herrliche Schönheit unseres Sonnensystems, sondern auch die erstaunlichen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte, die wir in den letzten sechs Jahrzehnten in der Weltraumforschung gemacht haben. Michael Benson erstellt seine atemberaubenden Bilder mit denselben Daten, die die NASA und die ESA für ihre Forschung verwenden. Mit dem Auge eines Künstlers produziert er Bilder dieser Landschaften, wie sie das menschliche Auge sehen würde, und enthüllt Orte von atemberaubender, fremder Schönheit.

Planetologie im Naturkundemuseum

Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums sind an internationalen Projekten beteiligt, unter anderem an der Planung des Landeplatzes des nächsten Mars-Rovers. Neben der Analyse von Fernerkundungsdaten, die von Roboter-Raumschiffen zurückgesendet werden, kümmern sich unsere Wissenschaftler und Kuratoren um eine erstklassige Sammlung von Meteoriten – Gesteine ​​von Asteroiden, Mond und Mars, die auf die Erde gefallen sind.

Meteoritenstudien

Das Museum verfügt über eine Sammlung von mehr als 5.000 Meteoriten, die von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt untersucht werden, um mehr über das Sonnensystem, seine Entstehung und seine Zusammensetzung zu erfahren. Rund 99 Prozent der auf der Erde gefundenen Meteoriten stammen aus dem Asteroidengürtel – einem Gebiet zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter –, nur wenige von Mars und Mond. Da die meisten Asteroiden nie differenziert wurden – der Prozess, bei dem ein Körper zu einer Kugel mit Kern, Mantel und Kruste verschmilzt – sind die Mineralien in ihnen die gleichen wie zu Beginn des Sonnensystems. Die Untersuchung von Meteoriten hat ergeben, dass sich das Sonnensystem vor 4,567 Milliarden Jahren durch den Zusammenbruch einer Staubwolke gebildet hat. Dies hinterließ eine große Scheibe aus Staub und Trümmern, die sich zu Sonne, Planeten und Monden verschmolzen.

Weltraummissionen

Forscher des Museums arbeiten an vorderster Front bei der Planung von Weltraummissionen, wie der ExoMars-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), die 2018 gestartet werden soll Agentur erfordern eine fachkundige Beurteilung des Geländes. Dies geschieht nicht nur, um zu verstehen, ob ein potenzieller Landeplatz wissenschaftlich interessant ist, sondern auch, ob eine Landung dort überhaupt möglich ist. Ist es zu rau und zu gefährlich, eine Landung zu versuchen? Forscher des Museums arbeiten mit der ESA und der NASA zusammen, um diese Kriterien für Landeplätze auf dem Mars zu bewerten. Anderswelten: Visionen unseres Sonnensystems gibt uns einen herrlichen Blick auf das Sonnensystem. Unser Ziel war es, die Synergie von Kunst und Wissenschaft, die durch Michael Bensons spektakuläre Astrofotografie so lebendig vermittelt wird, zu präsentieren und die Besucher mit der rauen Schönheit der Bilder und der erstaunlichen technologischen Innovation dahinter zu inspirieren. Wenn Sie Ihre eigenen Bilder des Kosmos teilen möchten, dann wird im nächsten Monat der Wettbewerb Insight Astronomy Photographer of the Year 2016 für Einsendungen geöffnet. Otherworlds öffnet am 22. Naturkundemuseum