Frauen und Krieg: Die „Munitionetten“

Standort Nationales Schifffahrtsmuseum

08.06.2015

Passend zum Thema Frauen und Krieg in diesem Monat (siehe Artikel des Monats Juni ) recherchiert Sonia die Geschichte hinter den 'Munitionetten'... Das Caird-Archiv und die Bibliothek enthält einen 1916 vom Munitionsministerium herausgegebenen Band berechtigt Hinweise zur Beschäftigung von Frauen bei Kriegsmunition: mit Anlage zur Ausbildung von Munitionsarbeitern (Bibliotheks-ID PBN8315). Der Band präsentiert fotografische Aufzeichnungen sowie schriftliche Beschreibungen von Aufgaben von Frauen, um deren Eignung für diese Aufgaben nachzuweisen. „Die Munitionetten“ Während des Ersten Weltkriegs spielten Frauen eine Schlüsselrolle in Bereichen, die früher den Männern vorbehalten waren. Rekrutiert als Ersatz für Kriegsgefangene, arbeiteten die Frauen zunächst als Angestellte, Fabrikarbeiterinnen (in Schuhmacher- oder Konservenfabriken) oder in der Landwirtschaft. Später wurden sie jedoch in vielfältigeren Bereichen wie Maschinenbau, Fahrzeugführung und Werftarbeit eingesetzt. Die bekannteste Kriegsbeschäftigung überhaupt für Frauen war die Arbeit in Munitionsfabriken. Diese Frauen wurden als „Munitionetten“ bekannt. Für Frauen zunächst als eher ungeeignet angesehen, war es nach Kriegsende der Beruf, in dem die meisten Frauen beschäftigt waren. Sonia (Bibliotheksassistentin)