Weltgesundheitsorganisation zur modernen Pest

12. November 2015

Wir alle haben von der großen Pest gehört, die Europa vor Jahrhunderten verwüstete, aber wussten Sie, dass sie heute noch existiert? Wir sprechen mit Daniel Epstein von der Weltgesundheitsorganisation, um mehr zu erfahren.

Die Pest ist eine der ältesten nachweisbaren Krankheiten der Menschheit und ist immer noch in vielen Naturherden auf der ganzen Welt endemisch.

Wichtige Fakten zur Pest heute

  • Die Pest kann bei Menschen eine sehr schwere Krankheit sein, mit einer Fall-Sterblichkeits-Rate von 30 bis 60 %, wenn sie nicht behandelt wird.
  • Es war im 14. Jahrhundert als 'Schwarzer Tod' bekannt und forderte schätzungsweise 50 Millionen Tote.
  • Die Pest wird durch das Bakterium Yersinia Pestis verursacht, ein zoonotisches Bakterium, das normalerweise bei Kleintieren und deren Flöhen vorkommt.
  • Pest-Infizierte entwickeln in der Regel nach einer Inkubationszeit von 3-7 Tagen grippeähnliche Symptome.
  • Je nach Infektionsweg gibt es 3 Formen der Pestinfektion: Beulen, septikämisch und pneumonisch. Beulen – gekennzeichnet durch schmerzhaft geschwollene Lymphknoten oder „Buboes“ – ist die häufigste Form.
  • Pest-Epidemien sind in Afrika, Asien und Südamerika aufgetreten, aber seit den 1990er Jahren sind die meisten menschlichen Fälle in Afrika aufgetreten.
  • Im Jahr 2013 wurden weltweit 783 Fälle gemeldet, darunter 126 Todesfälle.
  • Die 3 endemischsten Länder sind Madagaskar, die Demokratische Republik Kongo und Peru. In anderen Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten von Amerika, treten jedoch immer noch Fälle auf.

WHO-Statistiken zur Pest



Pestbehandlung

Unbehandelte Pest kann schnell tödlich sein, daher ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung für das Überleben und die Verringerung von Komplikationen unerlässlich. Antibiotika und unterstützende Therapien sind wirksam gegen die Pest, wenn die Patienten rechtzeitig diagnostiziert werden. Diese Methoden umfassen die Verabreichung von Antibiotika und eine unterstützende Therapie.

Pestprävention

Vorbeugende Maßnahmen umfassen die Information der Menschen, wenn die Zoonose in ihrer Umgebung aktiv ist, und die Empfehlung, Vorkehrungen gegen Flohbisse zu treffen und in Pest-Endemiegebieten nicht mit Tierkadavern umzugehen. Menschen sollten auch den direkten Kontakt mit infiziertem Gewebe wie eiternden Beulen oder den Kontakt mit Patienten mit Lungenpest vermeiden. Um mehr über die Große Pest zu erfahren, siehe Samuel Pepys: Pest, Feuer, Revolution Wussten Sie, dass die Pest auch in der Neuzeit andauert? Beteiligen Sie sich an der Unterhaltung in den sozialen Medien mit #PepysShow